Flyinge Kungsgård 2009
Flyinge Kungsgård 2009 | Foto: Fredrik Tersmeden (CC BY-SA 3.0)

Flyinge Kungsgård

Historisches Gestüt in Flyinge

Flyinge Kungsgård, dessen Wurzeln bis in das frühe 12. Jahrhundert zurückreichen, ist eines der ältesten Gestüte der Welt. Der Gutshof liegt rund 15 Kilometer nordöstlich von Lund und ist eine der ersten Adressen für die Pferdezucht und den Reitsport in Schweden.

Bei einem Besuch des ganzjährig zugänglichen Gestüts kann man sich frei zwischen den historischen Gebäuden bewegen sowie die weitläufigen Stallungen und die große Reithalle besichtigen. Auf Flyinge Kungsgård befinden sich etwa 200 Pferde, darunter nicht wenige Wettbewerbsgewinner.

Das Gestüt ist nicht nur einer der drei nationalen Stützpunkte für die Pferdezucht, die Ausbildung und das Training der Pferde, sondern auch einer der größten Ausrichter von Reitsport-Veranstaltungen in Skåne.

Während der Sommermonate findet an jedem Samstag im Juli und August eine Führung durch das Gestüt einschließlich des zugehörigen Kutschenmuseums statt. Im Rahmen der Führung erfährt man zugleich jede Menge interessante Details, Geschichten und Anekdoten aus der jahrhundertealten Historie des Gestüts.

Ein weiteres "tierisches" Highlight, das mittlerweile zu einer eigenen Berühmtheit geworden ist, kann man in den Sommermonaten auf den Dächern des Gestüts beobachten. Schon seit Jahrhunderten nisten dort wilde Störche, was an sich nicht besonders ist – ungewöhnlich ist aber die hohe Population, die in den letzten Jahren auf rund 50 Tiere angewachsen ist.

Heute geschlossen

Chronologie

Frühes 12 Jahrhundert

Das Gut Flyinge befindet sich im Besitz der Erzbischöfe von Lund und beschäftigt sich mit der Zucht von Reit- und Zugpferden für die erzbischöfliche Armee.

16. Jahrhundert

Während der Reformation wird das Gut zunächst von der dänischen Krone eingezogen und kommt danach in den Besitz dänischer Adelsfamilien.

1660

Im Tausch gegen die Insel Bornholm geht Flyinge zusammen mit mehreren anderen Gütern in Skåne in schwedischen Staatsbesitz über.

1661

Flyinge wird Staatsgut (Kungsgård) und Nationalgestüt, das sich mit der Zucht und Ausbildung von Pferden für die schwedische Kavallerie beschäftigt.

18. Jahrhundert

Durch Kreuzung von schwedischen Landrassen gelingt mit dem "Schwedisches Warmblut" die Zucht einer neuen Pferderasse. Ursprünglich als Kavalleriepferd mit überdurchschnittlichen Eigenschaften gezüchtet, gilt die Rasse heute als vielseitig einsetzbares Sportpferd.

1983

Das Gestüt geht in den Besitz der Flyinge-Stiftung über, die von den größten Zucht- und Reitsportverbänden Schwedens verwaltet wird.

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