Fredriksdal Museer och Trädgårdar 2005
Fredriksdal Museer och Trädgårdar 2005

Fredriksdal Museer och Trädgårdar

Freilichtmuseum in Helsingborg

Das Freilichtmuseum Fredriksdal Museer liegt am Rand der Innenstadt von Helsingborg und ist mit einer Fläche von rund 360.000 Quadratmetern eines der größten Freilichtmuseen in Schweden.

Fredriksdal ist eine außergewöhnliche Kombination aus Freilichtmuseum und Landschaftsgarten. Mit alten Gebäuden, verschiedenen Landschaftsformen, alten Pflanzensorten auf historisch bewirtschafteten Kulturflächen sowie historischen Nutztierrassen zeigt Fredriksdal ein gelungenes und lebendiges Abbild der Provinz Skåne im 19. Jahrhundert.

Im gesamten Museum verteilt stehen etwa fünfzig historische Gebäude – alte Bauernhöfe, Wasser-, Säge- und Windmühlen, bis hin zu einem kleinen historischen Stadtviertel mit schmalen Gassen und alten Ladengeschäften. Dort befindet sich zudem das Grafiska Museet, Schwedens größtes Druckereimuseum.

Der in Nordeuropa einmalige botanische Landschaftsgarten stellt die Landschaften Skånes in Miniaturausführung dar. Von Trockenwiesen über Eichenwälder, bis hin zu den Dünenlandschaften sind die typischen skånischen Landschaftsformen und heimischen Pflanzen vertreten. Viele der vertretenen Arten sind in der freien Natur zum Teil bereits verschwunden.

Auf etlichen Flächen in Fredriksdal leben und weiden Nutztiere alter heimischer Rassen. Die Äcker werden mit historischen Getreidesorten, Feld- und Ackerfrüchten bestellt und wie früher mit Pferdepflügen bearbeitet. Für die gesamte im Museum vertretene Pflanzen- und Tierwelt befolgt man die Regel, dass man alte Rassen und Sorten am Besten durch ständige Bewirtschaftung lebendig erhält.

Im Gemüsegarten werden alte Kulturpflanzen mit Methoden wie vor 150 Jahren kultiviert. Eingerahmt von unterschiedlichen Obstbäumen, die gleichzeitig als Genbank für südschwedische Obstsorten dienen. Man findet dort etwa sechzig verschiedene Apfelsorten, um die vierzig Birnensorten und etwa 10 Sorten Pflaumen und Kirschen.

Ein französischer Garten mit symetrischen Formen und großen Laubengängen aus mächtigen Hainbuchenhecken stammt noch aus der Zeit des früheren Gutshofes Fredriksdal und wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Ein englischer Garten kam Anfang des 19. Jahrhunderts hinzu. Im Gegensatz zu der Symmetrie des französischen Gartens schlängeln sich dort die Wege zwischen frei stehenden Bäumen und Büschen hindurch. Im klassischen Rosengarten wachsen tausende duftende Schönheiten in etwa 500 verschiedenen Sorten – darunter sowohl etwa 2.000 Jahre alte Züchtungen als auch neuzeitliche Sorten.

Das Museum und die Gärten Fredriksdal sind ganzjährig geöffnet. Der Besuch des Druckereimuseums ist im Eintrittspreis enthalten. Die meisten Wege im Park sind rollstuhlgrecht ausgeführt, angepasste Toiletten sind vorhanden. Hunde dürfen angeleint mitgeführt werden.

Gisela Trapps väg 1
254 37 Helsingborg
56°3′23.6″N 12°42′43.1″E
www.fredriksdal.se
Heute geöffnet
10:00 – 16:00

Geschichte

Keimzelle des Museums war der im 18. Jahrhundert vom Bergungsunternehmer Fredrik Wilhelm Cöster erbaute Gutshof Fredriksdal. Im Verlauf der nachfolgenden Generationen entwickelte sich Fredriksdal zu einem Großgut. Gärten und Parks wurden angelegt, Gemüse- und Kräutergarten bepflanzt und bewirtschaftet. Nachdem der letzte Besitzer die Anlage an die Stadt Helsingborg verschenkt hatte, wurde Fredriksdal 1923 als Freilichtmuseum für die Öffentlichkeit geöffnet.

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