Jönköpings Kommun

Rund um den südlichen Vättern

Das Gebiet der Gemeinde Jönköpings Kommun liegt im Nordwesten von Småland am Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens. Im Westen grenzt die Gemeinde an die Nachbarprovinz Västra Götalands Län und mit ihrer nordöstlichen Spitze an die Provinz Östergötlands Län.

Die im Nordwesten der Provinz Jönköpings Län gelegene Jönköpings Kommun erstreckt über die dicht bewaldeten westlichen Ausläufer des småländischen Hochlandes sowie über das südliche Drittel des Vättern mitsamt der malerischen Insel Visingsö.

Die Gemeinde mit ihrem Hauptort Jönköping, der gleichzeitigen Provinzhauptstadt von Jönköpings Län, kann man getrost als die Metropolregion in Småland bezeichnen. Abgesehen von den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, die die neuntgrößte Stadt Schwedens zu bieten hat, verfügt die Region über ein sehr reichhaltiges Angebot sowohl in kultureller und kulturgeschichtlicher Hinsicht als auch an Freizeitmöglichkeiten auf und am Wasser sowie in der Natur.

Ausflugsziele & Sehenswertes in und um Jönköping

Neben dem dominierenden Vättern befinden sich, angeführt vom rund 10 Quadratkilometer großen Bunn, noch etwa 200 weitere Seen innerhalb der Gemeinde, die zum Baden oder Angeln einladen. Etwa 40 völlig unterschiedliche Naturschutzgebiete laden zum Wandern in wenig berührter Natur ein – darunter auch Dumme Mosse, eine der größten Moorlandschaften in Südschweden. Im starken Kontrast dazu steht beispielsweise das Sjöbergen Naturreservat, das ein Stück der dramatischen Steilküste am Ostufer des Vättern umfasst.

Industriegeschichtlich gesehen hat sich Jönköping schon sehr früh zu einem Schwerpunkt der Metallverarbeitung in Schweden entwickelt. Keimzelle des Reviers war in erster Linie der aus hochwertigem Eisenerz bestehende Taberg, der aufgrund seiner einzigartigen Flora vom Botaniker Carl von Linné auch als Wunder von Småland bezeichnet wurde. Der Taberg ist heute Naturschutzgebiet und ist neben allem anderen auch wegen seiner weiten Fernsicht ein bekanntes Ausflugsziel.

Die erste mehr oder weniger industrielle Metallverarbeitung entstand bereits im Spätmittelalter mit den großen Waffenschmieden im heutigen Stadtteil Huskvarna. Das Husqvarna Museum zeigt die Entwicklung vom Waffenhersteller zum bekannten Produzenten für Zweiräder und weiter zur heutigen Premiummarke für Garten- und Haushaltsgeräte.

Ein fest mit Jönköping verbundenes Produkt sind in jedem Fall die Zündhölzer, die der Stadt den Beinamen "Stadt der Streichhölzer" eingebracht haben. Ein eigenes Zündholzmuseum erzählt die Geschichte von der schwedischen Erfindung des Sicherheitszündholzes und dem damit verbundenen Aufstieg der örtlichen Fabriken zu den weltweit größten Zündholzproduzenten ihrer Zeit.

Ein ebenfalls sehr bekanntes Produkt aus der Region sind die Polkagrisar - rotweiß gestreifte Zuckerstangen mit Pfefferminzgeschmack, für die die kleine Ortschaft Gränna am Ostufer des Vättern weltberühmt ist. Die beliebten Naschereien werden dort von Kleinbetrieben hergestellt und man kann häufig bei ihrer Herstellung zuschauen.

Die Gemeinde Jönköping in Zahlen

Mit einer Landfläche von knapp unter 1.500 Quadratkilometern ist die Jönköpings Kommun nach der Gemeinde Vetlanda flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde in der Provinz Jönköpings Län. Mit fast 140.000 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von über 93 Einwohnern je Quadratkilometern ist sie jedoch die mit Abstand am dichtesten besiedelte Region in ganz Småland.

Allerdings entfallen dabei über 96.000 Einwohner allein auf das Stadtgebiet von Jönköping. Die übrigen knapp 44.000 Bewohner verteilen sich auf die 14 weiteren Ortschaften mit mehr als 200 Einwohnern, wobei das Gefälle sehr groß ist. Die nächstgrößere Ortschaft nach Jönköping ist Bankeryd mit nur noch 8.500 Einwohnern, gefolgt von Taberg mit knapp 4.500 Einwohnern.