Vetlanda Kommun

Der Süden des småländischen Hochlandes

Das Gebiet der Gemeinde Vetlanda Kommun erstreckt sich über den dicht bewaldeten Süden des småländischen Hochlandes und bildet die südöstliche Grenzregion der Provinz Jönköpings Län zu den beiden anderen småländischen Provinzen Kronobergs Län und Kalmar Län.

Aufgrund der zahlreichen Höhenzüge bietet die Landschaft in der Vetlanda Kommun trotz der ausgeprägten Bewaldung ein sehr abwechslungsreiches Bild. Hinzu kommen über 360 Binnenseen, die für angenehme optische Abwechslung im Grün der allgegenwärtigen Wälder sorgen.

Die Seen bieten mit einem großen Angebot an Angelmöglichkeiten, zahlreichen Gelegenheiten zum Paddeln und etlichen ruhigen Badeplätzen mehr als reichlich Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung auf und am Wasser. Die größten Seen in der Region sind der rund 23 Quadratkilometer große Örken, der zum Teil auch zur Gemeinde Växjö gehört sowie der fast 22 Quadratkilometer große Solgen, der sich bis auf das Gebiet der Gemeinde Eksjö ausdehnt.

Kulturhistorisch gesehen ist die Region rund um die Stadt Vetlanda, dem Zentralort der Kommune, recht bedeutend. An der Stelle der heutigen Stadt lag schon in frühester Zeit ein Knotenpunkt, an dem wichtige Straßen aus allen Himmelsrichtungen sowie der früher noch schiffbare Fluss Emån aufeinander trafen. Eine Konstellation, die um das Jahr 1.000 n. Chr. zur Entstehung einer Siedlung und eines Gerichtsplatzes (Tingsplats) sowie im Mittelalter zur Errichtung der Burg Hultaby führte.

Zahlreiche frühgeschichtliche Grabfelder sowie die Endsilbe "landa" im Namen der Stadt, die für die Bezeichnung einer frühgeschichtlichen Siedlung steht, gelten als eindeutige Indizien für eine sehr frühe Besiedlung der Region. Die Vorsilbe "Vet" steht dabei für Weizen und hebt auf die fruchtbare Ebene im Tal des Flusses Emån ab, an dessen Ufer sich die Stadt befindet.

Von der Zeit, als in den Bergen der Region unter anderem nach Nickel, Kupfer und sogar Gold geschürft wurde, zeugen über 40 aufgegebene Minen, Tagebauten und Steinbrüche. Besonders gut erhaltene Beispiele dafür sind das spannenden Besucherbergwerk Kleva Gruva, mit tief in den Berg hinein führenden Stollen oder die imposante Kulisse des ehemalige Schiefersteinbruches Hörnebo Skiffergruva.

Mit einer Fläche von 1.500 Quadratkilometern ist die Vetlanda Kommun die flächenmäßig größte Gemeinde in der Provinz Jönköpings Län. Mit insgesamt rund 28.000 Einwohnern liegt die daraus resultierenden Bevölkerungsdichte von knapp über 18 Einwohnern je Quadratkilometern leicht unter dem Landesdurchschnitt.

Etwa die Hälfte der Einwohner entfallen auf die Zentralortschaft Vetlanda, die zweite Hälfte verteilt sich auf elf anderen Orte mit mehr als 200 Einwohnern sowie weitere kleine Dörfer und Siedlungen in der Kommune. Die nächst größeren Ortschaften nach Vetlanda sind Ekenässjön und Landsbro mit jeweils rund 1.500 Einwohnern.