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Östra Stenby Kyrka 2018
Östra Stenby Kyrka 2018 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)
Mini-Map of Sweden with marker at Norrköpings Kommun

Östra Stenby Kyrka

Mittelalterliche Kirche in Östra Stenby

Die Östra Stenby Kyrka stammt in ihren ältesten Teilen bereits aus dem 12. Jahrhundert und steht im kleinen Dörfchen Östra Stenby in der Nordhälfte der Halbinsel Vikbolandet im Osten der Gemeinde Norrköpings Kommun.

Als die Östra Stenby Kyrka im 12. Jahrhundert gebaut wurde, bestand sie wie die meisten romanischen Kirchen ihrer Zeit zunächst nur aus einem rechteckigen Langhaus mit kleinen Fenstern und einem etwas niedriger abgesetzten Chorraum. Aus dieser Periode ist bis heute nur noch ein Teil der Außenmauer an der Nordseite der Kirche erhalten geblieben.

Die bauliche Entwicklungsgeschichte der Östra Stenby Kyrka

Bereits im 13. Jahrhundert wurde die Östra Stenby Kyrka um die beiden Kreuzarme an der Nord- und Südseite erweitert, wobei der südliche Flügel zunächst kürzer als der Nordflügel war, der in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten geblieben ist. Der Anbau von Kreuzarmen diente im Mittelalter zur Erweiterung der liturgischen Funktionen, da die Kreuzarme zur Platzierung von Seitenaltaren dienten. Trotzdem ist der Anteil der aus dem Mittelalter stammenden Kreuzkirchen in Schweden eher gering.

Die nächste bauliche Erweiterung der Kirche erfolgte um 1440, wobei das Langhaus in südliche Richtung verbreitert wurde. Wie bei vielen anderen Kirchen jener Zeit auch, wurde die anfänglich gerade Holzdecke bei dieser Gelegenheit durch Deckengewölbe ersetzt und das Langhaus der Östra Stenby Kyrka wurde durch die tragenden Säulen zweischiffig.

Im 17. Jahrhundert finanzierte der größte Gutsbesitzer im Kirchspiel, Freiherr Gustav Kurck den nächsten größeren Umbau der Kirche. Dabei wurde der mittelalterliche Chor entfernt, das Langhaus in östliche Richtung verlängert und mit dem dreiseitigen Abschluss versehen, wie er bis heute erhalten geblieben ist. Unter dem neuen Altarraum ließ Gustav Kurck ein Grabgewölbe für seine Familie errichten.

Die im 15. Jahrhundert eingezogenen Gewölbe wurden während dieses Umbaus entfernt und durch fünf neue Gewölbe ersetzt, die die gesamte Breite des Kirchenraumes überspannen. Seitdem ist das Langhaus wieder einschiffig. Die Fensteröffnungen wurden auf die heutige Größe gebracht und das Inventar erneuert, wozu auch die heutige Kanzel zählt, die das Wappen der Familie Kurck trägt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Östra Stenby Kyrka ziemlich heruntergekommen. Sie wurde von 1858 – 1860 umfangreich renoviert und ein weiters Mal umgebaut, wobei sie ihr heutiges symmetrisches Erscheinungsbild erhielt. Der aus dem Jahr 1751 stammende alte Glockenturm wurde abgerissen und durch den aktuellen Turm mittig vor der westlichen Giebelwand ersetzt. Die Verlängerung des südlichen Kreuzarmes auf die gleiche Länge des nördlichen Kreuzarmes vervollständigte die Symmetrie des Gebäudes.

Historischer Kirchenschmuck in der Östra Stenby Kyrka

Das älteste Inventar der Kirche besteht aus dem Altarbild, das 1633 geschaffen und der Kirche 1726 gestiftet wurde – gefolgt von der mit reichhaltigen Schnitzereien verzierten Kanzel mit den Wappen der Stifter Gustav Kurck und seiner Ehefrau Elsa Ebba Banér sowie dem aus dem Jahr 1700 stammenden Taufbecken aus gegossenem Messing.


610 32 Vikbolandet (Östra Stenby)
58°34′57.2″N 16°28′34.5″E

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