Skällviks Kyrka 2018
Skällviks Kyrka 2018 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Skällviks Kyrka

Mittelalterliche Kirche bei Stegeborg

Die aus dem frühen 14. Jahrhundert stammende Skällviks Kyrka steht bei Stegeborg, rund 18 Kilometer südöstlich von Söderköping und beeindruckt als kleine Landkirche durch eine verhältnismäßig aufwändige Architektur.

Die Kirche steht am Südufer der Meeresbucht Slätbaken, quasi in Sichtweite der Schlossruine Stegeborg, deren königliche Schlossherren in der Vergangenheit einen großen Einfluss auf die Skällviks Kyrka hatten.

In ihrer ursprünglichen Form bestand die Kirche nur aus dem mit Natursteinen gemauerten rechteckigen Langhaus mit gerade abgeschlossenem Altarraum und Ziegelornamenten an der Außenseite des Ostgiebels, wie es im 14. Jahrhundert für gotische Kirchen an den Küsten des Baltikums typisch war.

Skällviks Kyrka heute

Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Skällviks Kyrka in den Jahren 1590 – 1593, als sie im Auftrag des auf Schloss Stegeborg geborenen König Johan III. im Stil der italienischen Renaissance in der Art einer Zentralkirche umgebaut wurde. Dazu bekam die Kirche einen kreuzförmigen Grundriss, indem auf der Mitte des Langhauses an jeder Seite ein kurzes Querschiff angebaut wurde, so ergibt sich in der Mitte des Kreuzes ein großer Raum. Im Gegensatz zu einer reinen Zentralkirche verblieb der Altar jedoch an seinem angestammten Platz vor dem Ostgiebel des Mittelschiffes und wurde nicht in die Kirchenmitte verlegt.

An den vier Übergängen der Querschiffe zum Langhaus wurden große Säulen eingebaut, die über der Kirchenmitte in zwölf Metern Höhe ein großes Kreuzgewölbe tragen. Genau über der Mitte der Kirche wurde ein Turm mit einer auffallend hohen und schlanken Spitze aufgesetzt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der freistehende hölzerne Glockenturm letztmalig umgebaut sowie die in Form und Platzierung eher wie ein Fremdkörper wirkende Vorhalle an der Südseite der Kirche angebaut.

Im Inneren der Kirche

Das Innere der Skällviks Kyrka ist eher schlicht ausgestattet, wodurch allerdings die besondere Architektur sehr gut zur Geltung kommt. Der älteste Gegenstand der Kircheneinrichtung ist das im 15. Jahrhundert entstandene und aus Deutschland stammende Altarbild aus Walnuss-Holz. Aus dem Jahr 1607 stammt das aus Sandstein gehauene Taufbecken, das nach der Überlieferung früher in der Schlosskapelle auf Schloss Stegeborg gestanden haben soll und die mit Schnitzereien verzierte Kanzel mit Baldachin fand 1661 durch eine Schenkung den Weg in die Kirche.


614 97 Söderköping (Stegeborg)
58°25′56.4″N 16°35′19.6″E

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