Kronobergs Slottsruin 2010
Kronobergs Slottsruin 2010 | Foto: Jörg Hempel (CC BY-SA 3.0)

Kronobergs Slottsruin

Schlossruine bei Växjö

Kronobergs Slott, Namensgeberin der Provinz Kronobergs Län, ist eine mittelalterliche Schlossruine, die rund 5 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Växjö malerisch auf einer ufernahen Insel im See Helgasjön liegt.

Die Entstehung von Kronobergs Slott geht bis in die Zeit um 1444 zurück, als Bischof Lars Mikaelsson eine befestigte Residenz für die Bischöfe von Växjö anlegen ließ. Während des Dacke-Aufstandes war Kronobergs Slott 1542/43 das Hauptquartier einer Bauernarmee, die unter Führung des in Småland als Volkshelden verehrten Nils Dacke gegen die Truppen des schwedischen Königs Gustav Vasa kämpften.

Im Laufe der folgenden 200 Jahre war Kronobergs Slott als Grenzbefestigung zu den damals noch dänischen Provinzen Skåne und Blekinge immer wieder Gegenstand kriegerischer Auseinandersetzungen. Während dieser Zeit wurde die Festung mindestens zweimal von dänischen Truppen niedergebrannt und nach den Rückeroberungen jedes Mal etwas größer wieder aufgebaut.

Die heutige Ruine der rechteckigen Burg mit ihren vier runden Ecktürmen sind die Überreste von Kronobergs Slott nach dem letzten Wiederaufbau von 1616. Nachdem die dänischen Nachbarprovinzen 1658 endgültig schwedisch geworden waren, hatte die Festung ihren strategischen Nutzen verloren. Sie wurde aufgegeben, verfiel schon Ende des 17. Jahrhunderts zur Ruine und diente zeitweise als Steinbruch für den Häuserbau in Växjö.

Die Schlossinsel und die benachbarte Insel Stallholmen sind auf Höhe des beliebten Ausflugslokals Ryttmästaregården über eine Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden. Dort befindet sich auch der Heimathafen des 1887 gebauten Dampfbootes Thor, das im Sommer regelmäßig zu Rundtouren über den Helgasjön, bis hinüber zur historischen Schleuse von Åby ausläuft.

Gamla Kronobergsvägen
352 63 Växjö (Kronoberg)
56°56′30.9″N 14°47′39.5″E
Heute geschlossen

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