Eriksberg Vilt- och Naturpark 2016
Eriksberg Vilt- och Naturpark 2016 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Eriksberg Vilt- och Naturpark

Natur- und Wildpark bei Karlshamn

Eriksberg, einer der größten Wildparks in Nordeuropa, liegt etwa 9 Kilometer nordöstlich von Karlshamn, unmittelbar an der Schärenküste von Blekinge. Das Gesamtareal ist gut 1.300 Hektar groß, wovon etwa 400 Hektar auf die Wasserfläche und gut 900 Hektar auf das umzäunte Gebiet des Wildparks entfallen.

Über 50.000 Besucher lassen sich Jahr für Jahr von der ganz besonderen Atmosphäre dieser kleinen Wildnis in ihren Bann ziehen. Hier leben Rot- und Damwild, Wildschweine, Wisente und Mufflons in einer einzigartigen, natürlichen Umgebung. Mit etwas Glück bekommt man sogar Seeadler zu sehen. Die Tierpopulation im Park liegt im Sommer bei insgesamt etwa 1.500 Tieren.

Im Park liegt der See Färsksjön, der den weltgrößten Bestand der geschützten roten Seerose enthält. Die ersten Pflanzen stammten aus dem See Fagertärn im Nationalpark Tiveden an der Grenze zwischen den historischen Provinzen Närke und Västergötland. Sie wurden in den 1950er Jahren hier in Eriksberg angesiedelt, um einen Reservebestand zu bilden. Man wählte den Färsksjön deshalb aus, weil er in einem gut geschützten Gebiet liegt, über die passende Wassertiefe sowie die richtige Bodenbeschaffenheit verfügt und zudem weit genug vom Fagertärn entfernt liegt, so dass die beiden Wassersysteme auf gar keinen Fall eine Verbindung miteinander haben können.

Auf einem etwa 10 Kilometer langen Rundweg durch Skandinaviens größten Safaripark fährt man mit dem eigenen PKW durch eine wunderschöne Küstenlandschaft, bestehend aus schattigen Laubwäldern und faszinierenden Klippen. Man darf überall anhalten, schauen, filmen und fotografieren. An drei Stellen, nämlich an der wildromantischen Meeresbucht Mahraviken, beim Rastplatz Kyrkesta und auf dem Gelände des Gutshofes, darf man aussteigen.

Auf dem Gelände des großen Haupthofes befindet sich eine moderne Hotelanlage mit 29 Zimmern und die historischen Gebäude des Hofes beherbergen unter anderem zwei Restaurants, ein kleines Café, einen Hofladen und Ausstellungen über die Geschichte von Eriksberg.

Bei der Einfahrt in den Wildpark kann man eine deutschsprachige CD leihen, die während der Fahrt wissenswerte Informationen zum Park, zu Flora und Fauna sowie zu verschiedenen besonders sehenswerten Punkten liefert. Hunde dürfen mitgeführt werden und müssen außerhalb des Fahrzeuges unbedingt angeleint werden. Geführte Touren sind auch möglich, müssen aber vorgebucht werden.

Eine Safari mit dem eigenen PKW ist nur in der Saison von Anfang April bis Ende August möglich. Einen besonderen Reiz hat die Tour durch den Park am Abend, denn die Öffnungszeit steht nur für den letzten Einlass, verlassen muss man das Gelände erst bei Einbruch der Dunkelheit. Außerhalb der Saison sind nur noch geführte Touren möglich. Die Zufahrt zu Hotel und Restaurant ist ganzjährig geöffnet.

Guöviksvägen 353
374 96 Trensum (Rörvik)
56°10′49.8″N 15°0′11.1″E
www.eriksberg.nu
Heute geschlossen

Geschichte

Das Gebiet war im 17. Jahrhundert der Besitz des damals noch dänischen Gutes Mara und bestand aus dem Gutshof, kleineren Bauernhöfen, einer Ziegelei und einer Mühle. Nach dem Frieden von Roskilde fiel das Gebiet an die schwedische Krone. 1770 kaufte der damalige schwedische Finanzminister Baron Eric Ruuth das Gut und benannte es in Ericsberg um. Er ließ auch die heute noch erhaltenen Gebäude des Haupthofes errichten.

Der bekannteste Besitzer des Gutes war jedoch der Naturfotograf, Tierfilmer und Autor Bengt Berg. Er kaufte Eriksberg im Jahr 1938 zum Zweck seiner Forschungen am Rotwild. Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung des Geländes wurde vollständig eingestellt. Die Bewohner, der auf dem Gelände verstreut liegenden kleinen Höfe, wurden umgesiedelt und das Gebiet sich selbst überlassen, um den ursprünglichen, natürlichen Zustand wieder herzustellen. Berg begann damit, das Areal einzuzäunen, um Einflüsse wie die Zu- und Abwanderung von Tieren zu verhindern und ein sich selbst regulierendes Biotop zu schaffen. Die Umzäunung wurde allerdings erst 1976 durch den Sohn von Bengt Berg fertiggestellt.

Der nachfolgende Besitzer, Alexander Wendt, öffnete Eriksberg für die Allgemeinheit und begann damit, den Wildpark zu der Touristenattraktion zu machen, die er heute ist. Seit 2007 ist Eriksberg im Besitz des Unternehmens Melby Gård AB.

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