Blekinge Län

Der Garten Schwedens

Blekinge Län ist mit ca. 3.000 Quadratkilometern die flächenmäßig kleinste Provinz in Schweden. Die 150.000 Einwohner bezeichnen ihre Heimat selbst als den Garten Schwedens und das liegt nicht nur an der Lage im Süden des Landes, sondern auch an der unterschiedlichen Natur innerhalb der Region.

Mit über 50 Einwohnern pro Quadratkilometern ist Blekinge zwar eine der am dichtest besiedelten Provinzen in Schweden, trotzdem spielt die Natur auch hier eine große Rolle. In der Provinzhauptstadt Karlskrona, der größten Stadt Blekinges, leben 35.000 Menschen.

Die Provinz erstreckt sich von West nach Ost über ca. 100 Kilometer und von Süd nach Nord über rund 40 Kilometer. Weite Strecken müssen daher innerhalb Blekinges nicht zurückgelegt werden. Die Schären- und Steinküste im Süden beherbergt fast 800 Inseln, während das Inland hingegen mit ca. 1.000 Seen gespickt ist.

Die steinige Küste weist nur sehr wenige Sandstrände auf, doch wer sich auf die Suche macht wird belohnt. Die meist kleinen Strände bieten eine atemberaubende Aussicht auf die Natur und das Meer.

In ihrem weltbekannten Roman Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen beschreibt Selma Lagerlöf die in nördliche Richtung ansteigende Landschaft Blekinges sehr treffend als "Treppe mit drei Stufen". Der Küstenstreifen mit seinen Schären, kleinen Sandstränden und lichter Laubbewaldung bildet die erste Stufe. Auf der mittleren Stufe liegen fruchtbares Ackerland und zahlreiche Seen. Die letzte Stufe liegt auf einer Höhe von 130 bis 170 Metern und bildet mit seinen kargen Böden, den überall verstreut liegenden Felsbrocken und den dichten Nadelwäldern den Übergang zum småländischen Hochland.

Der höchste Punkt Blekinges ist mit etwa 190 Metern der in der Nähe des Dorfes Farabol in der Gemeinde Olofström liegende Berg Rävabacken.

Das Klima in Blekinge hat in den Augen vieler Schweden schon fast südländischen Charakter. Gemäßigte Temperaturen mit milden Wintern und warmen Sommern. Der Herbst ist, bedingt durch das im Sommer aufgewärmte Wasser der Ostsee vergleichsweise mild. Die Herbstwinde blasen Wärme und Feuchtigkeit in das Landesinnere und sorgen für reichlich Niederschlag.