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Horsnäsamossens Naturreservat 2019
Horsnäsamossens Naturreservat 2019 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)
Mini-Map of Sweden with marker at Ljungby Kommun

Horsnäsamossens Naturreservat

Großes Moorgebiet bei Ryssby

Das Naturschutzgebiet Horsnäsamossens Naturreservat befindet sich im Osten der Gemeinde Ljungby und erstreckt sich in der Nähe des Weilers Ottersnäs über das zwischen Ljungby und Ryssby gelegene große Moorgebiet Hörsnäsamossen.

Horsnäsamossens Naturreservat liegt zusammen mit weiteren Moorgebieten, Naturschutzgebieten und Seen in einem langen flachen Tal östlich von Ljungby. Es besitzt eine stattliche Größe von rund 770 Hektar und besteht aus einer abwechslungsreichen Mischung von Hochmooren und verhältnismäßig großen sumpfigen Arealen.

Da die ausgedehnten Moor- und Sumpfflächen völlig baumlos sind, vermittelt das Moorgebiet den Eindruck einer großen offenen Weite, umgeben von kaum berührten Sumpfwäldern, die von mehreren Quellen und kleinen Bächen gespeist werden. Der Bestand an toten und absterbenden Bäumen in den sumpfigen Wäldern ist äußerst hoch und bildet einen wichtigen Lebensraum für die Larven zahlreicher Insekten, die im und von dem sich zersetzenden Holz leben. Sie bieten ihrerseits die Nahrungsgrundlage für mehrere Spechtarten, die in den Sumpfwäldern ihr Zuhause haben.

Flora & Fauna in Hörsnäsamossen

Ansonsten sind auf den offenen Moorflächen die für Feuchtgebiete typischen Vogelarten wie Kranich (Grus grus), Birkhuhn (Lyrurus tetrix), Rotschenkel (Tringa totanus), Kiebitz (Vanellus vanellus) und Großer Brachvogel (Numenius arquata) heimisch.

Die Vegetation auf den den offenen Moorflächen unterscheidet sich je nach Art des Moores. Im Bereich der nährstoffarmen Hochmoorflächen, die ihre Feuchtigkeit ausschließlich aus natürlichen Niederschlägen beziehen, besteht die Flora wie üblich hauptsächlich aus Torfmoosen (Sphagnaceae) und Besenheide (Calluna vulgaris). In den vom Grundwasser oder Bächen gespeisten Sumpfflächen ist die florale Artenvielfalt größer. Dort gedeihen unter anderem Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium), Weißes Schnabelried (Rhynchospora alba), Moorlilie (Narthecium ossifragum), Glockenheide (Erica tetralix) oder Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis).

Das Moorgebiet erkunden

Das Naturschutzgebiet hat eine Länge von etwa fünf Kilometern, eine durchschnittliche Breite von rund 1,5 Kilometern und wird etwa in der Mitte durch die zwischen Ljungby und Vislanda verlaufende Landstraße in zwei Teile geteilt. In der Nordhälfte des Reservates gibt es einen gut positionierten Beobachtungsturm, der einen weiten Überblick über die Moorlandschaft bietet.

Während der sommerlichen Trockenperioden besteht auch die Möglichkeit, mitten durch den nördlichen Teil des Moores zu wandern. Hierzu geht man entlang des Tranebokanals, der an der Landstraße beginnt und von dort in Längsrichtung des Moores bis zu dessen nördlichem Ende führt. Der Kanal wurde in den 1930er Jahren gegraben und sollte den nordwestlichen Teil des Moores entwässern, um dort Ackerland zu gewinnen. Das Projekt wurde irgendwann eingestellt und blieb der größte menschliche Eingriff in das Moorgebiet.


341 76 Ryssby (Ottersnäs)
56°49′47.7″N 14°6′15.5″E

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