Borgholms Slott 2009
Borgholms Slott 2009 | Foto: Guillaume Baviere (CC BY 2.0)

Borgholms Slott

Schlossruine bei Borgholm

Die beeindruckend große Ruine von Schloss Borgholm steht in der Nähe des Städtchens Borgholm, an der Westseite der Ostseeinsel Öland. Die Schlossruine Borgholms Slott gehört zu den bedeutsamsten historischen Sehenswürdigkeiten in Schweden und ist eines der meistbesuchten Ausflugsziele auf Öland.

Schloss Borgholm entstand vor etwa 900 Jahren als massiver Wehrturm zum Schutz vor Seeräubern am Kalmarsund und wurde im Laufe der Geschichte Stück für Stück zur Festung ausgebaut. Zuletzt wurde Schloss Borgholm im 17. Jahrhundert unter König Karl X Gustav zum prächtigen barocken Königspalast mit vier Gebäudeflügeln ausgebaut.

Die imposante Schlossruine verströmt eine ganz besondere Atmosphäre und lässt ihre vergangene Schönheit trotz ihrer Beschädigungen immer noch so gut erahnen, dass Borgholms Slott allgemein als Schönste Ruine des Nordens bezeichnet wird.

Nach dem Durchschreiten des großen Eingangsportals in der mächtigen Schlossmauer wird man sogleich von der angenehme Kühle der Ruine begrüßt und als nächstes von ihrer Atmosphäre gefangen. Danach führen die Wege in alle Winkel des ehemaligen Königsschlosses. Über den großen quadratischen Innenhof, über breite Treppenhäuser, auf deren Stufen einst die Mächtigen der nördlichen Hemisphäre schritten, hinauf in die verschiedenen Etagen des Schlosses, durch große leere Säle und endlos wirkende Zimmerfluchten.

Von den mächtigen Bastionen auf der Ostseite genießt man einen weiten Ausblick über die Steppenlandschaft der Stora Alvaret und durch die leeren Fensterhöhlen im Westflügel der Ruine bietet sich ein unverstellter Blick auf den Kalmarsund.

Ausstellungen und Events auf Schloss Borgholm

In der Dauerausstellung Uppgång & Fall (Aufstieg & Fall) erfährt man Wissenswertes über die 900-jährige Schlossgeschichte, über die Bedrohung der Insel durch Seeräuber, über Könige und königliche Liebesgeschichten, Legenden und Kriege. Anhand von maßstabgetreuen Modellen sieht man außerdem die unterschiedlichen Entwicklungsstadien des Schlosses, vom Wehrturm bis zum barocken Königspalast.

Das besondere Ambiente der Ruine wird regelmäßig für wechselnden Kunstausstellungen genutzt, genauso wie der große Innenhof häufig Schauplatz von Musikveranstaltungen und Theaterdarbietungen ist.

Während der Hochsaison von Ende Juni bis Mitte August finden separate Schlossführungen speziell für Kinder statt. In der Schlosswerkstatt dürfen eigene Ritterschilde bemalt oder das Schießen mit Pfeil und Bogen geübt werden. In der Ritterschule lernen die 4-12-jährigen alles, was sie schon immer über Ritter wissen wollten.

Die Ruine ist in der Zeit von Anfang April bis Ende September täglich zur Besichtigung geöffnet. Hunde dürfen mitgeführt werden, sind aber stets anzuleinen. Die Eintrittskarten bekommt man im Schlossladen im Eingangsgebäude vor der Ruine. Die Ruine ist nur teilweise rollstuhlgerecht gestaltet - der Aufgang in die oberen Etagen ist nur über Treppen möglich.

Heute geschlossen

Chronologie

12 Jahrhundert

Die Keimzelle von Borgholms Slott, ein einfacher Wehrturm, wird an dieser Stelle errichtet, dessen Fundamente heute immer noch im Innenhof des Schlosses zu sehen sind. Der Turm wurde im Laufe der Zeit zu einer Festung mit hoher strategischer Bedeutung in den fortwährenden Kriegen zwischen Schweden und Dänemark.

Frühes 18. Jahrhundert

Durch den dauerhaften Frieden mit Dänemark verliert das Schloss seine strategische Bedeutung. Das Königshaus zieht als Wohnsitz die moderneren Schlösser in der Stockholmer Region vor, so das Schloss Borgholm nur noch von einer Wachmannschaft bewohnt wird und anfängt zu verfallen.

1803

Die leerstehenden Säle dienen einer Textilfabrik als Fertigungsstätte, bis ein Großbrand am 14. Oktober 1806 alles Brennbare im Schloss vernichtet und nur noch die mächtigen Mauern übrig lässt.

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