Skatelövs Hembygdsgård 2019
Skatelövs Hembygdsgård 2019 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Skatelövs Hembygdsgård

Museumshof bei Grimslöv

Ein wenig abseits des Kirchdorfes Grimslöv in der Südhälfte der Kommune Alvesta befindet sich der kleine Museumshof Skatelövs Hembygdsgård, auch Rosenlund genannt, mit historischen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Der in Sichtweite des großen Sees Åsnen gelegene Heimathof Rosenlund besteht aus insgesamt vier historischen Gebäuden aus der näheren Umgebung, die zum Teil als Heimatmuseum mit zeittypischen Einrichtungen einen Ausschnitt der lokalen Kulturgeschichte zeigen.

Das älteste Gebäude des Museums ist die Linas Stuga. Eine typische Ryggasstuga, wie es sie früher zuhauf in den ländlichen Gegenden Smålands gab. Dabei handelt es sich um kleine einstöckige Holzhäuser, meist mit Torf- oder Grasdach, die keine Zimmerdecke zwischen den Wohnräumen und dem Dachstuhl besitzen. Die Ryggasstuga hier in Rosenlund stammt bereits aus dem späten 18. Jahrhundert und stand schon an ihrem Platz, bevor der Museumshof Ende der 1940er Jahre gegründet wurde.

Die Stuga ist gewissermaßen die Keimzelle des Museumshofes, denn die letzte Eigentümerin, Karolina Svensson, hatte ihr Häuschen einschließlich Einrichtung und dem zugehörigen Gelände zum Aufbau des Museumshofes gegen lebenslanges Wohnrecht bereits zu Lebzeiten an den örtlichen Heimatverein überschrieben. Nachdem Lina 1952 verstorben war, wurde ihre Stuga, wieder in ihren Originalzustand versetzt.

Weitere Gebäude in Rosenlund

Das Hauptgebäude auf Rosenlund, ein großes zweieinhalb geschossiges Holzhaus, stammt aus dem Jahr 1856 und war einst das Haupthaus eines Bauernhofes in der Region. In seinem oberen Stockwerk befinden sich ein Heimatmuseum, die Einrichtung eines alten Landhandels, ein Raum mit Informationen über die Eisenhütte Huseby Bruk sowie ein Zimmer mit einem historischen Webstuhl.

Im Erdgeschoss befinden sich außer Küche und Toiletten zwei Räume mit zeittypischer Einrichtung sowie ein Gedächtnisraum für den bekannten Märchensammler Gunnar Olof Hyltén-Cavallius (1818–1889). Er brachte in den 1840er Jahren das erste Buch mit einer großen Sammlung schwedischer Volksmärchen heraus, das in seinem Umfang durchaus mit dem Werk der Gebrüder Grimm in Deutschland vergleichbar ist.

Das neben dem Hauptgebäude stehende eineinhalb geschossige Gebäude ist das sogenannte Brauhaus, in dem sich im Ambiente eines alten Sudhauses das im Sommer geöffnete Waffelcafé des Heimatvereins befindet.

Gleich daneben steht ein mittlerweile äußerst seltenes Exemplar einer historischen und völlig intakten Feldscheune. Gab es bis zum Ende der Landreform in den 1920er Jahren alleine im Kirchspiel Grimslöv noch über 100 solcher Scheunen, die als Zwischenlager für die Ernte von den bis dahin weit versprengten Feldern dienten, ist diese Feldscheune mittlerweile die einzig verbliebene in der Region.

Sagobygden, das Märchenland

Gunnar Olof Hyltén-Cavallius stammte aus der Region und viele der von ihm gesammelten Märchen stammen aus dem südwestlichen Småland. Daher wird die Region mit den Kommunen Alvesta, Älmhult und Ljungby auch als Märchenland (Sagobygden) bezeichnet. Verteilt über die drei Kommunen gibt es rund 40 ausgeschilderte Schauplätze der alten Überlieferungen mit Schaukästen, in denen man die alten Volkssagen vor Ort (auch auf Deutsch) nachlesen kann. Äußerst umfängliche Informationen über die Märchen in der Region bietet zudem das Märchenmuseum (Sagomuseet) in Ljungby.

Sjöby Lidhem 2
340 32 Grimslöv
56°44′34.1″N 14°34′30.7″E

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