Für die grundlegende Funktion dieser Website nutzen wir so wenig Cookies wie möglich. Nur wenn du damit einverstanden bist, kommen auch Cookies für erweiterte Funktionen, Nutzungsanalysen oder Marketingzwecke zum Einsatz.
Alle Cookies zulassen
Cookie Einstellungen
Lagersbergs Säteri 2014
Lagersbergs Säteri 2014 | Foto: Hangsna (CC BY-SA 4.0)
Mini-Map of Sweden with marker at Eskilstuna Kommun

Lagersbergs Säteri

Historischer Gutshof in Eskilstuna

Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Haupthaus des ehemals adeligen Gutsbesitzes Lagersbergs Säteri zählt zu den am besten erhaltenen Herrenhäusern im karolinischen Baustil der schwedischen Großmachtzeit und befindet sich am südlichen Stadtrand von Eskilstuna, dem Zentrum der Gemeinde Eskilstuna Kommun.

Bronzezeitliche Funde in der Nähe des heutigen Herrenhauses sowie ein nahegelegenes Gräberfeld aus der Eisenzeit bezeugen, dass die Geschichte des Lagersbergs Säteri bis in die vorchristliche Zeit zurück reicht. Die erste urkundliche Erwähnung des Besitzes, damals noch unter dem Namen Hunsta, findet sich in einem Kaufbrief des Ritters Lars Magnusson aus dem Jahr 1356. Im 15. Jahrhundert wurde der Besitz an das örtliche Johanniterkloster gestiftet und im 16. Jahrhundert nach der Reformation von der Krone eingezogen.

Die Geschichte des Lagersbergs Säteri

In den 1660er Jahren erhielt der Adelige Erik Dryselius Lagerqvist das Besitzrecht für das Gut. 1668 wurden dem Besitz die Privilegien eines Rittergutes verliehen, die eine Steuerbefreiung einerseits, aber gleichzeitig auch die Pflicht für eine standesmäßige Bebauung des Gutshofes mit sich brachten. Lagerqvist ließ das heutige Herrenhaus sowie die beiden Flügelgebäude im sogenannten karolinischen Stil, einer eigenen schwedischen Stilrichtung der Großmachtzeit errichten. Dieser Baustil ist vor allem an seiner typischen Dachform erkennbar – ein durch ein niedriges Zwischengeschoss unterbrochenes Walmdach, das in Schweden als Säteritak (Gutshofdach) oder Karolinerdach bezeichnet wird.

Durch Heirat kam das Gut zu Beginn des 18. Jahrhunderts in den Besitz der Adelsfamilie Siegroth, die bereits mehrere Güter in Sörmland besaß. Der Besitz wurde während jener Zeit von Hunsta in Lagersberg umbenannt und erhielt in der Mitte des Jahrhunderts sein heutiges Aussehen. Die im Herrenhaus erhaltenen Wand- und Deckenmalereien stammen beispielsweise noch aus der Ära der Familie Siegroth.

Anfang des 19. Jahrhunderts ging Lagersbergs Säteri in das Eigentum des Industriellen Birger Fredrik Rothoff über, bevor die Familie Persson den Hof in den 1870er Jahren als letzter privater Eigentümer übernahm. Sven Persson war Agronom und entwickelte vor allem die landwirtschaftliche Produktion auf Lagersberg. Gleichzeitig hatte er ein großes Interesse an der kulturhistorischen Bedeutung des Gutes, was in gleicher Weise von seinen Nachfahren geteilt wird.

1991 überführte die Familie Persson Lagersbergs Säteri in die von ihr gegründete Stiftung Lagersberg, um den kulturgeschichtlich bedeutsamen Gutshof für die Nachwelt zu erhalten. Alle Aktivitäten rund um den Lagersbergs Säteri, wie Besichtigungen, Ausstellungen und diverse kulturelle Veranstaltungen werden im Auftrag der Stiftung vom Eskilstuna Stadsmuseum durchgeführt.

Lagersbergs Säteri besuchen

Während der Sommermonate von Juni bis August kannst du das gut erhaltene Herrenhaus mit seiner Möblierung aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Wand- und Deckenmalereien im Rahmen von kostenlosen Führungen besichtigen. Außerdem kannst du dir die spartanisch eingerichteten Behausungen der früheren Landarbeiter sowie weitere historische Gebäude, wie Schmiede, Scheune, Stallungen oder den ehemaligen Eiskeller anschauen. Das Freigelände des Gutshofes mit Garten und Park sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchbar.

Im nördlichen Flügelgebäude befindet sich ein gemütliches Café mit einem einfachen Angebot von Kleingebäck und Getränken sowie Sitzplätzen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Des weiteren gibt es einen Museumsshop mit einem Sortiment an verschiedenen Geschenkartikeln, Handwerk aus der Region, Spielsachen, handgemachten Schmuck oder Literatur zur lokalen Geschichte.

Die Gebäude sind nicht barrierefrei. Das Herrenhaus ist nur über eine Treppe zugänglich, es gibt keine Rampen und innerhalb der Gebäude gibt es hohe Türschwellen. Hunde dürfen angeleint im Außengelände mitgeführt werden, sind aber in den Gebäuden untersagt.

Ähnliche Reiseziele in der Nähe