Källströmsgården 2014
Källströmsgården 2014 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Källströmsgården

Kunstgalerie in Påskallavik

Källströmsgården ist der frühere Wohnsitz des bekannten Bildhauers Arvid Källström (1893–1967). Das Anwesen in der Ortsmitte von Påskallavik, rund 12 Kilometer südlich von Oskarshamn dient heute als Galerie für einige seiner Werke und für verschiedene Kunstausstellungen.

Deutlich sichtbares Erkennungszeichen des Källströmsgården sind die von Arvid Källström geschaffenen Großskulpturen, die im weitläufigen Garten des Anwesens stehen. Die größten von Ihnen sind eine überlebensgroße bemalte Betonskulptur einer liegenden Nackten, Den Liggande Kvinnan genannt, sowie die mehrere Meter hohe, mit blauem Glas verkleidete Skulptur Blå Pojken. Außerdem ist im Garten die abstrakte Installation Vindorgeln zu finden, eine mehrfarbige Konstruktion mit integrierten Glasflaschen, denen der vorbeiströmende Wind verschiedene Töne entlockt.

Weitere kleinere Werke des sehr vielseitigen Künstlers befinden sich in seinem ehemaligen Wohnhaus. Seine beiden ehemaligen Ateliers in den Nebengebäuden des Anwesens werden als Räumlichkeiten für wechselnde Kunstausstellungen genutzt.

Grund, Gebäude und Skulpturen des Källströmsgården gehören der Gemeinde Oskarshamn, betrieben wird das Anwesen in ehrenamtlicher Arbeit durch den örtlichen Kunstverein Konstföreningen Källströmsgården.

Das Außengelände ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Die Kunstausstellungen in den Gebäuden finden nur in der Sommersaison statt. Während der Öffnungszeiten betreibt der Kunstverein im alten Wohnhaus außerdem ein kleines Café mit Kaffee, Erfrischungsgetränken und Selbstgebackenem.

Geschichte

Arvid Källström wurde am 17. Februar 1893 in der Nähe von Oskarshamn geboren. Von 1916 bis 1919 studierte er zunächst in Kopenhagen unter Kai Nielsen, dem führenden dänischen Bildhauer seiner Zeit. Anschließend setzte er seine Ausbildung bis 1926 in Paris fort und besaß dort über mehrere Jahre ein eigenes Atelier.

Mit Hilfe eines Stipendiums unternahm er von 1924 bis 1925 ausgedehnte Reisen durch England, Italien, Belgien und die Niederlande. 1934 kehrte er nach Schweden zurück und ließ sich zunächst in Stockholm nieder, bis er 1939 den heutigen Källströmsgården in Påskallavik bezog, wo er bis zu seinem Lebensende 1967 lebte und arbeitete.

Källström war als sehr vielseitiger Bildhauer bekannt, der mit vielen verschiedenen Materialien, wie Holz, Granit, Marmor, Bronze oder Beton arbeitete und daraus sowohl abstrakte fantasievolle Werke als auch figürliche und sehr detailgetreue Skulpturen schuf.

Er war zu seiner Zeit ein sehr gefragter Künstler der unter anderem zahlreiche Werke im öffentlichen Auftrag schuf. So zum Beispiel öffentliche Zierbrunnen in Oskarshamn, Hultsfred und Kalmar oder ein Denkmal für Esaias Tegnér in Växjö sowie die Nils Dacke Statue in Virserum.

Einige seiner Arbeiten sind im Nationalmuseum und im Museum für moderne Kunst in Stockholm sowie im Kalmar Konstmuseum ausgestellt.

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