Uppvidinge Kommun

Dünn besiedelte Waldregion im südlichen Småland

Die Gemeinde Uppvidinge Kommun im südlichen Småland bildet den dicht bewaldeten, nordöstlichen Zipfel der Provinz Kronobergs Län an der Grenze zu den beiden anderen småländischen Provinzen Jönköpings Län und Kalmar Län.

Der Name Uppvidinge, der übersetzt soviel wie "Oberes Waldgebiet" bedeutet, hält was er verspricht, denn die Region an den südlichsten Ausläufern des südschwedischen Hochlandes ist zu 80 Prozent von Wald bedeckt. Nahezu das gesamte Gebiet der Uppvidinge Kommun befindet sich 200 Meter über dem Meeresspiegel, einzelne Erhebungen sind bis zu 300 Metern hoch.

Unterbrochen werden die dichten Wälder von rund 230 Seen, die jeder größer als ein Hektar sind. Der mit Abstand größte See ist der 11,5 Quadratkilometer große Madkrocken in der Nähe von Norrhult-Klavreström, den sich Uppvidinge allerdings mit der Nachbargemeinde Växjö teilt.

Die Uppvidinge Kommun ist relativ dünn besiedelt und unterschreitet deutlich die ohnehin schon geringe Bevölkerungsdichte von etwa 20 Einwohnern je Quadratkilometern in Småland – in Uppvidinge sind es gerade mal nur rund acht Einwohner je Quadratkilometer. Eine Region also, die vielleicht noch ein wenig mehr dazu einlädt, einfach die Seele in der Natur baumeln zu lassen. Entspannte Zeit an einem abgeschiedenen Waldsee mit Angeln, Baden oder Nichtstun zu verbringen, durch die ausgedehnten Wälder zu wandern oder auch ursprüngliche Naturformen in mehr als 20 Naturschutzgebieten zu bestaunen.

Die Gemeinde Uppvidinge bildet den nördlichsten Teil des Glasreiches, jene für ihre zahlreichen Glashütten berühmten Region in Småland. In der Gemeinde selbst gibt es allerdings nur noch die kleine, dafür aber sehr interessante handwerkliche Glashütte Hauges Hantverksglas in Alstermo, in der ganz normale Flaschen oder Gebrauchsgläser zu dekorativen Objekten recycelt werden.

Wer dem Charme von sogenannten Lost places erlegen ist, kommt nicht an einem Besuch der stillgelegten und mittlerweile zum Industriedenkmal erklärten großen Glashütte Rosdala Glasbruk vorbei. Nicht aufgegeben, dafür aber etwa 800 Jahre älter, ist die nur 10 Kilometer von dort entfernte Granhults Kyrka, die älteste noch erhaltene mittelalterliche Holzkirche in ganz Schweden.

Die geografische Lage der Uppvidinge Kommun im Zusammentreffen der drei småländischen Provinzen Kronobergs-, Jönköpings- und Kalmar Län ermöglicht bei Bedarf eine gute Erreichbarkeit zahlreicher touristischer Hotspots in Småland. Die Provinzhauptstadt Växjö mit großem kulturellen Angebot befindet sich gleich in der Nachbarschaft, genauso wie beispielsweise bekannte Glashütten wie die Kosta Glasbruk in der südlichen Nachbargemeinde Lessebo.

Die Uppvidinge Kommun ist im übrigen eine der ganz wenigen Gemeinden in Schweden, die nicht den Namen ihres Hauptortes trägt. Hauptort der Kommune ist Åseda, eine Kleinstadt mit knapp 2.600 Einwohnern und zugleich größter Ort der Gemeinde.

Insgesamt leben gerade einmal rund 9.600 Einwohner in der rund 1.230 Quadratkilometer großen Gemeinde. Sie verteilen sich zu etwa 2/3 auf fünf Ortschaften mit mehr als 200 Einwohnern, angeführt von Åseda, Lenhovda mit etwa 1.800 Einwohnern und Norrhult-Klavreström mit rund 1.200 Einwohnern.