Bruzaholms Bruksmuseum 2013
Bruzaholms Bruksmuseum 2013 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Bruzaholms Bruksmuseum

Gießereimuseum in Bruzaholm

Das Bruzaholms Bruksmuseum bietet einen fundierten Einblick in die Geschichte der über 350 Jahre alten Eisengießerei Bruzaholms Bruk im 300-Seelen Dorf Bruzaholm, rund 20 Kilometer östlich von Eksjö.

Das in einem historischen Fabrikgebäude eingerichtete Bruzaholms Bruksmuseum ist Teil einer gut erhaltenen historischen Industrieansiedlung mit einem System aus Teichen und Kanälen, dem aus dem Jahr 1785 stammenden Herrenhaus des Hüttenpatrons sowie den früheren Wohnhäusern der Arbeiter.

Die Ausstellungsstücke im Gießereimuseum

Im Inneren des Museums befindet sich eine sehr große Anzahl verschiedenster Gegenstände, die im Laufe der langen Firmengeschichte in der Gießerei hergestellt wurden. Dazu zählen Werkzeuge und landwirtschaftliche Gerätschaften, Haushaltsgeräte wie Pfannen, Töpfe, Waffeleisen oder Bügeleisen, Kochherde und Kaminöfen in allen Größen und Formen sowie kunstvolle Kaminplatten und Skulpturen. Im Grunde genommen das vollständige Sortiment der Eisengußteile, die so oder ähnlich von allen Gießereien vor der Industrialisierung produziert wurden.

Das Industriezeitalter und zugleich die Phase, in der Bruzaholms Bruk gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum größten Pumpenhersteller Schwedens avancierte, wird in der Ausstellung durch verschiedene Pumpen repräsentiert. Eines der erfolgreichsten der insgesamt 175 Pumpenmodelle aus jener Zeit, der bekannte Stoßheber Widder, befindet sich auch unter den Ausstellungsstücken.

Weitere Exponate sind Radiatoren und Heizkessel, mit deren Produktion die Gießerei in den 1930er Jahren begann – gefolgt von hitze- und verschleißbeständigen Gussteilen, auf deren Produktion sich die Bruzaholms Bruk seit den 1950er Jahren bis heute erfolgreich spezialisiert hat.

Alte Gussmodelle, Schautafeln mit alten Fotografien und historischen technischen Zeichnungen sowie ein Aufbau, der im Original die Entstehung eines Gussteils vom Modell über die Sandform bis zum fertigen Abguss zeigt, vervollständigen das Bild.

Das Museum ist so gestaltet, dass es auch für Rollstühle zugänglich ist. Eine entsprechend angepasste Toilette ist ebenfalls vorhanden. Während der Sommermonate ist das Museum an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Gruppenbesuche sind bei entsprechender Vorbuchung aber auch ganzjährig möglich.

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