Fjelie Kyrka 2008
Fjelie Kyrka 2008 | Foto: Kallerdis (CC BY-SA 3.0)

Fjelie Kyrka

Mittelalterliche Kirche in Fjelie

Fjelie Kyrka im kleinen Dorf Fjelie, rund 10 Kilometer nördlich von Lomma, wurde bereits um 1130 gebaut und gehört damit zu den ältesten Kirchen in Skåne.

Die ursprünglichen Teile der romanischen Fjelie Kyrka, bestehend aus dem Hauptschiff, dem Chorraum und der Apsis sind noch sehr gut in ihrem mittelalterlichen Erscheinungsbild erhalten. Besonders sehenswert sind die aus mehreren Jahrhunderten stammenden, gut erhaltenen Decken- und Wandmalereien.

Die ältesten, romanischen Malereien stammen aus dem 12. Jahrhundert, wurden aber im 14. Jahrhundert in der Apsis sowie dem Triumpf- und Tribunbogen retuschiert. An den im 14. Jahrhundert in Hauptschiff und Altarraum eingezogenen Gewölben befinden sich gotische Malereien.

Der aus einem sorgfältig behauenen Sandsteinblock bestehende Hauptaltar und das steinerne Taufbecken sind so alt wie die Kirche selbst. Das Taufbecken ist dabei eine mittelalterliche Nachbildung des Beckens aus der ältesten Steinkirche in Skandinavien, der Heiligkreuzkirche in Dalby.

Die mit bemalten Holzschnitzereien und der Darstellung der Evangelisten verzierte Kanzel stammt aus dem 17. Jahrhundert. Relativ jung dagegen ist die interessante astronomische Uhr von 1940, die sich im südlichen Kreuzarm befindet. Der wertvollste Besitz der Kirche, eine geschnitzte Madonna mit Jesuskind aus dem frühen Mittelalter befindet sich im historischen Museum in Lund. Die in der Kirche befindliche Skulptur ist eine identische Kopie dieser Madonna.

Fjelie byaväg
237 91 Bjärred (Fjelie)
55°43′38.4″N 13°6′17.4″E

Geschichte

Als die Kirche um 1130 aus Sandstein gebaut wurde, bestand sie zunächst nur aus dem Hauptschiff und dem Chorraum mit der Apsis. Der wuchtige Turm mit dem quadratischen Grundriss wurde rund hundert Jahre später gebaut. Zunächst nur mit einer geraden Decke versehen, wurden im 14. Jahrhundert die gotischen Gewölbe im Hauptschiff und Chorraum eingezogen. Die beiden Kreuzarme kamen erst relativ spät hinzu. Sie wurden 1772 und 1802 angebaut um die Kirche aufgrund der wachsenden Bevölkerung zu vergrößern.

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