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Stjärneholms Borgruin 2010
Stjärneholms Borgruin 2010 | Foto: Udo Schröter (CC BY-SA 3.0)
Mini-Map of Sweden with marker at Skurups Kommun

Stjärneholms Borgruin

Schlossruine bei Skurup

Stjärneholms Borgruin ist die Ruine eines Landschlosses aus dem 16. Jahrhundert, die sich nur knapp drei Kilometer außerhalb der Innenstadt von Skurup im Zentrum der Gemeinde Skurups Kommun befindet.

Die Schlossruine Stjärneholm befindet sich auf einer 60 x 70 Meter großen Insel, die von einem bis zu 25 Meter breiten Wassergraben umgeben ist. An der Nordseite ist der Wassergraben teilweise verlandet und mit Buschwerk überwuchert. An der Südseite, dort wo früher eine Zugbrücke über den Wassergraben führte, ermöglicht heute eine feste Holzbrücke den Zugang zur Insel.

An den Außenseiten war der Wassergraben zusätzlich von einem hohen Erdwall umschlossen, dessen Überreste noch erkennbar sind und der in seiner stärksten Ausprägung an der Südseite des Grabens noch acht Meter breit und zwei Meter hoch ist. Dabei stellte der Erdwall keine Verteidigungsanlage dar, sondern verhinderte ein Auslaufen des Wassergrabens, dessen Höhenniveau über dem der Umgebung liegt.

Die gesamte Anlage war trotz ihres Namens und des Wassergrabens nie eine Burg im Sinn einer militärischen Befestigungsanlage. Es handelte sich vielmehr um ein Herrenhaus, bei dem die Wohnqualität vorrangig war und der Wassergraben dazu diente, ungebetene Gäste fernzuhalten und einen gewissen Schutz vor gelegentlichen Bauernaufständen zu bieten.

Stjärneholms Borgruin erkunden

Wenn man die Insel betritt, ist zunächst von der Ruine nicht viel zu sehen, dafür um so mehr davon, dass die Natur sehr viel Zeit hatte, um sich ihren Platz zurück zu erobern. Die Insel ist mit hohem Buschwerk und Bäumen, darunter einige mächtige alte Eichen bewachsen. Da die Ruine nicht sehr häufig besucht wird, hat sich auch am Boden eine intensive Flora mit sommerlichen Blühpflanzen wie echte Schlüsselblume (Primula veris), Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) und der Orchidee Männliches Knabenkraut (Orchis mascula) ausgebildet.

Am nördlichen Ende der Insel trifft man dann auf die zum Teil vom Grün überwucherten Überreste des ehemaligen Landsitzes, dessen Bau in den 1550er Jahren begonnen wurde und dessen Mauern rund 70 Jahre später schon wieder eingerissen wurden. Die Ruine besteht aus den im Mittel einen Meter hohen und rund einen Meter breiten Grundmauern des Haupthauses mit zwei Flügelgebäuden, die alle gemeinsam ein nach Süden geöffnetes Rechteck bildeten. Vom Westflügel und dem Hauptgebäude sind auch noch Teile der ehemaligen Kellergewölbe zu erkennen.

Bauherr der Burg Stjärneholm war der dänische Reichsrat Mogens Gyldenstierne, der als 48-jähriger Anne Sparre heiratete – Tochter des Reichsrates Mourits Sparre und damaliger Besitzer des keine zwei Kilometer entfernten Schlosses Svaneholm und der umliegenden Ländereien. Nach dem Tod von Mourits Sparre erbten Anna und ihr Bruder Jakob den Besitz Svaneholm zu gleichen Teilen, wobei Anna die Verwaltung ihres Erbteils auf ihren Ehemann Mogens übertrug.

Im Verlauf von Erbstreitigkeiten wurde der Besitz in die Güter Svaneholm und Stjärneholm geteilt und die Burg Stjärneholm gebaut. Durch Erbe und Kauf fiel Svaneholm in der nächsten Generation an einen der Söhne von Anna und Mogens. Beide Güter waren damit im Besitz der Familie Gyldenstierne und wurden wieder unter dem Namen Svaneholm vereinigt. Der Landsitz Stjärneholm war somit überflüssig und wurde irgendwann zwischen 1613 und 1624 abgerissen.

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