Skanörs Borgruin 2011
Skanörs Borgruin 2011 | Foto: GuidebookSweden (CC BY-SA 4.0)

Skanörs Borgruin

Burgruine in Skanör

Die Ruine der um 1220 errichteten Burg von Skanör liegt am nördlichen Ortsrand von Skanör, gleich neben der S:t Olofs Kyrka.

Nachdem die Burg über mehrere Jahrhunderte dem Verfall überlassen wurde, benutzte man die Ruine gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Steinbruch für den Bau des Skanörer Rathauses. Aus diesem Grund bestehen die Überreste der Burg heute im wesentlichen nur noch aus dem künstlich angelegtem Burghügel und einem Wassergraben.

Ursprünglich bestand die Burg Skanör aus einem zweigeschossigen Ziegelbauwerk von 16x8 Metern und einigen kleineren Nebengebäuden. Umgeben war die Anlage von zwei Wassergräben, wobei der äußere Burggraben noch zusätzlich von einer Palisadenwand umgeben war.

Die Entstehung der Burg steht im engen Zusammenhang mit dem mittelalterlichem Skånemarknaden (Skånemarkt), dem zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert alljährlich in den Städten Skanör und Falsterbo stattfindenden Fischmarkt. Dieser Markt war zu seiner Zeit die wichtigste Einnahmequelle der dänischen Krone und daher hatten die auf der Burg stationierten königlichen Vögte im wesentlichen die Aufgabe, auf dem Markt für Recht und Ordnung zu sorgen und die entsprechenden Steuern und Abgaben von den Marktteilnehmern einzutreiben.

1311 wurde die Burg von Streitkräften der wendischen Hanse erobert und zerstört, kurze Zeit später jedoch wieder aufgebaut. Nach einigen Jahren wurde sie abermals, diesmal Mal jedoch von einer schwedischen Streitmacht zerstört (Skanör gehörte zu jener Zeit noch zu Dänemark) und anschließend erneut wieder aufgebaut.

Mit der Verlagerung des Skånemarknadens in Richtung Falsterbo wurde die ab 1312 erbaute und deutlich besser befestigte Burg Falsterbohus gegen Ende des 14. Jahrhunderts zum Sitz des königlichen Vogtes. Die Burg in Skanör wurde aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.

Knösvägen
239 30 Skanör
55°25′14.9″N 12°50′57.5″E

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