Malmö

Metropole am Öresund

Malmö ist nicht nur die Hauptstadt der Provinz Skåne, sondern mit seinen etwa 280.000 Einwohnern nach Stockholm und Göteborg auch die drittgrößte Stadt Schwedens.

Die Großstadt am Öresund ist von den Kontrasten zwischen Altem und Neuem und einem gewissen multikulturellem Flair geprägt.

War Malmö noch bis zur Jahrtausendwende eine graue, von den Folgen des Niedergangs der Industrie gezeichnete Stadt, hat sie sich seitdem zu neuer Blüte entwickelt. Wirtschaftlich ist Malmö mittlerweile zu einem Zentrum für Dienstleistungen und der Entwicklung neuer Technologien geworden und umfangreiche Baumaßnahmen haben der Stadt ein modernes Gesicht gegeben.

Das kulturelle Angebot und die Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten sind reichhaltig und einer modernen Großstadt angemessen. Hinzu kommen starke multikulturelle Einflüsse, die sich unter Anderem auch in einer großen Vielfalt von über 600 verschiedenen Restaurants, Cafés und Bars wiederspiegeln.

Geschichte von Malmö

Die Entstehung Malmös in der Mitte des 13. Jahrhunderts geht auf die Einrichtung einer Landungsstelle zurück, die hier vom Erzbischof in Lund betrieben wurde. Lund war ab 1106 der Sitz des Erzbischofs für ganz Skandinavien und damit zu seiner Zeit die bedeutenste Stadt in Südschweden. Die Landungsstelle an der Öresundküste sollte damals einen schnellen Reiseweg in die dänische Hauptstadt Kopenhagen ermöglichen.

Zur Expansion des kleinen Ortes Malmö trugen insbesondere die reichen Fischgründe vor der Küste bei. So war Malmö nach Skanör und Falsterbo die am häufigsten von ausländischen Kaufleuten angelaufenen Anlandestelle. Der Ort erhielt 1353 die Stadtrechte, expandierte im weiteren Verlauf der Zeit sehr stark und wurde allmählich zur wichtigsten Stadt in Schonen. Seine mittelalterliche Blütezeit, im übrigen auch stark geprägt von den Einflüssen der deutschen Hanse, erlebte Malmö im 15. Jahrhundert.

Zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert war Malmö immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Dänen und Schweden. Erst 1658 wurden alle südschwedischen Provinzen, die bis dahin zu Dänemark gehörten, endgültig zu schwedischem Staatsgebiet erklärt.

Der Malmöer Hafen wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts gebaut und die Stadt profitierte besonders stark von der im 19. Jahrhundert einsetzenden industriellen Revolution. Mit der Entstehung einer örtlichen Werftindustrie nahm die Bevölkerung stark zu und Malmö löste ab 1900 Norrköping im Rang als drittgrößte Stadt Schwedens ab.

Ab den 1970er Jahren hatte Malmö durch den Niedergang der Werftindustrie und weiteren Industriezweigen mit den sozialen Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise zu kämpfen. Eine Wende zum Positiven erfolgte mit dem Baubeginn der Öresundbrücke im Jahr 1995, von dem als erstes die zu dieser Zeit stark angeschlagene Bauindustrie profitierte.

Kurze Zeit später beschloss man, eine Städtebau-Messe, die Bo01 auszurichten. Zu diesem Zweck wurde das brachliegende Werftgelände am Westhafen zum Bau eines vollkommen neuartigen Stadtteils verwendet. Das Wahrzeichen des neuen Stadtteils Västra hamnen ist der im Jahr 2005 fertiggestellte Turning Torso; mit 190 Metern der höchste Wolkenkratzer in Skandinavien. Die großen wirtschaftlichen Probleme Malmös gehören heute der Vergangenheit an und die Region Malmö zählt als Teil der Öresundregion zu einem der mittlerweile wichtigsten Wirtschaftsstandorte Nordeuropas.

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